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Reflexion

Deine Augen

Dein Lächeln

Deine Haut

Dein Haar

Keine klaren Gedanken mehr

in meinem Kopf

keine klaren Worte mehr

aus meinem Mund

Erinnerungen an dich

die Reflexionen

die ich vor mir sehe 

in meinem Blut

Dein Haar

Deine Haut

Dein Lächeln

Deine Augen

6.10.13 13:32


 Ich stelle im Umfeld immer wieder fest, dass keiner mit mir sprechen will über meinen Sohn. Ich muss aber sprechen über ihn, ich muss meine Trauer teilen, auch wenn es schmerzt, ich kann nicht einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen. Wahrscheinlich verstehen  die wenisten Menschen , dass dieses Ende kein normales Ende ist, dass da ein Mensch plötzlich sein eigenes Leben beendet hat und so viel Elend und Traurigkeit zurücklässt. Und so viele Fragen, auch wenn alle sagen, man soll nicht nach dem Warum fragen, man soll sich keine Vorwürfe machen. Ich weiß das doch alles selbst, ich glaube auch nicht, dass uns mein Sohn etwas vorgeworfen hat oder uns mit seinem Handeln verletzen wollte. Aber die Gedanken kommen doch trotzdem, die kann ich nicht einfach ausschalten und die Schuldgefühle kommen auch. Es gibt immer wieder Dinge, die ich jetzt anders machen würde, aber ich glaube, das geht jedem Menschen so. In dem Moment, wo man die Fehler macht, weiß man das nicht, sonst würde man sie nicht machen. Mein Verstand weiß das, aber meine Gefühle sind da und ich muss sie aushalten und damit leben lernen. Das ist das allerschwerste, wieder einen Anfang zu finden, wieder neu zu beginnen. Dieses Loch in unserem Leben ist da, eine gähnende Leere. So viele Erinnerungen sind da, 25 Jahre - das ist mehr als die Hälfte meines Lebens - war er immer da. Jetzt ist er weg - da darf man doch traurig sein.
4.10.13 22:55


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